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Notvorrat

Notvorrat-Liste für 10 Tage

Mengen pro Person, orientiert an der Checkliste des BBK

Wie viel Wasser, Nudeln und Konserven braucht man wirklich? Hier finden Sie die Mengen übersichtlich, umgerechnet für Familien, und eine Liste zum Ausdrucken.

Stand September 20267 Min. Lesezeit

Einmachgläser auf einem Holzregal

Ein Notvorrat ist kein Hamstern: Er sorgt dafür, dass Sie bei einem längeren Stromausfall, bei Unwetter, Krankheit oder Quarantäne nicht sofort einkaufen müssen. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) rät, sich möglichst 10 Tage lang selbst versorgen zu können. Schon ein Vorrat für 3 Tage hilft sehr.

Die folgenden Mengen stammen aus der früheren Checkliste des BBK, dieselben Werte nutzt der Vorratskalkulator des Bundes. Sie sind ein Beispiel für einen Grundvorrat für eine erwachsene Person. Nutzen Sie sie als Orientierung und passen Sie sie an Ihre Familie an.

Warum ein Vorrat für 10 Tage?

Die meisten Störungen sind nach Stunden vorbei. Bei einem großflächigen Stromausfall können aber Supermarktkassen, Kühlregale und Tankstellen ausfallen. Auch wer krank ist oder ein Kind mit Fieber pflegt, ist froh, nicht einkaufen zu müssen.

Zehn Tage klingen viel. In der Praxis bedeutet es: ein gut gefülltes Vorratsregal, ein paar Wasserkästen und ein Plan, wie Sie ohne Kühlschrank und Herd kochen.

Tipp

Schreiben Sie das Ablaufdatum gut sichtbar auf jede Packung und stellen Sie Neues nach hinten. So verbrauchen Sie zuerst, was zuerst abläuft.

Die Mengen pro Person für 10 Tage

Das Beispiel des BBK entspricht etwa 2.200 kcal pro Tag und deckt damit im Regelfall den Energiebedarf eines Erwachsenen.

LebensmittelgruppeMengeBeispiele
Getränke20 LiterMineralwasser, Saft, haltbare Getränke
Getreide, Brot, Kartoffeln, Nudeln, Reis3,5 kgNudeln, Reis, Knäckebrot, Zwieback, Haferflocken, Kartoffelpüree-Flocken
Gemüse, Hülsenfrüchte4,0 kgErbsen, Bohnen, Linsen, Mais, Rotkohl im Glas oder in der Dose
Obst, Nüsse2,5 kgObstkonserven, Apfelmus, Trockenobst, Nüsse, lagerfähige Äpfel
Milch, Milchprodukte2,6 kgH-Milch, Milchpulver, Hartkäse
Fisch, Fleisch, Eier bzw. Volleipulver1,5 kgThunfisch, Makrele, Fleischkonserven, Dauerwurst, Volleipulver
Fette, Öleca. 0,36 kgSpeiseöl, haltbare Margarine

Quelle: frühere BBK-Checkliste „Meine persönliche Checkliste“, dieselben Werte im Vorratskalkulator des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (ernaehrungsvorsorge.de). Bei den Getränken sind 2 Liter pro Tag eingeplant: mindestens 1,5 Liter zum Trinken und 0,5 Liter zum Kochen. Gemüse und Hülsenfrüchte aus Glas oder Dose sind bereits gekocht, für getrocknete Produkte brauchen Sie zusätzlich Wasser.

Umgerechnet für eine Familie mit 4 Personen

Multiplizieren Sie die Mengen mit der Zahl der Personen. Kleine Kinder essen weniger, Jugendliche oft mehr. Für eine vierköpfige Familie ergibt sich grob:

  • 80 Liter

    Getränke

  • 14 kg

    Getreide, Brot, Kartoffeln, Nudeln, Reis

  • 16 kg

    Gemüse, Hülsenfrüchte

  • 10 kg

    Obst, Nüsse

  • 10,4 kg

    Milch, Milchprodukte

  • 6 kg

    Fisch, Fleisch, Eier bzw. Volleipulver

  • ca. 1,4 kg

    Fette, Öle

Ihren eigenen Notvorrat berechnen Sie mit dem kostenlosen Vorsorge-Check, mit Einkaufsliste zum Ausdrucken.

Was sich für den Vorrat gut eignet

  • Lebensmittel, die ohne Kühlung lange halten
  • Gerichte, die man kalt essen kann oder nur kurz erwärmen muss
  • Dosen und Gläser mit bereits gekochtem Gemüse und Hülsenfrüchten
  • Dinge, die Ihre Familie ohnehin gern isst
  • Kleine Packungen, die nach dem Öffnen schnell aufgebraucht sind
  • Etwas Tröstliches: Schokolade, Kekse, Tee oder Kakao

Weniger geeignet

Tiefkühlware und Frischware halten ohne Strom nur kurz. Frische Eier sind begrenzt lagerfähig, Volleipulver dagegen mehrere Jahre. Große Vorratspackungen lohnen sich nur, wenn Sie sie nach dem Öffnen auch ohne Kühlschrank aufbrauchen können.

Lebender Vorrat, Rotation und Lagerung

Der lebende Vorrat

Kaufen Sie bei jedem Einkauf etwas mehr von dem, was Sie ohnehin essen. Verbrauchen Sie im Alltag immer zuerst die ältesten Packungen und kaufen Sie das Verbrauchte beim nächsten Einkauf nach. So bleibt der Vorrat frisch und nichts muss weggeworfen werden.

Der einmalige Vorrat

Wer lieber einmal einkauft, wählt besonders lang haltbare Produkte und prüft einmal im Jahr die Mindesthaltbarkeitsdaten. Abgelaufenes wird ersetzt. Ein fester Termin im Kalender hilft, zum Beispiel beim Wechsel auf die Winterzeit.

So lagern Sie richtig

  • Kühl, trocken und dunkel lagern
  • Neue Ware nach hinten, ältere nach vorn
  • Offene Packungen in dichte Dosen umfüllen
  • Wasser getrennt von Putzmitteln und Lösemitteln aufbewahren
  • Aufgeblähte oder beschädigte Dosen aussortieren

Mehr als Essen: was noch dazugehört

Kochen ohne Strom

Ein Campingkocher mit Brennstoff macht warme Mahlzeiten möglich. Nutzen Sie ihn nur im Freien, zum Beispiel auf Balkon oder Terrasse. In Innenräumen besteht Lebensgefahr durch Kohlenmonoxid.

Dosenöffner

Klingt banal, wird aber oft vergessen. Ein mechanischer Dosenöffner gehört direkt neben die Konserven.

Hygiene

Toilettenpapier, Seife, Müllbeutel, Feuchttücher und Haushaltshandschuhe. Die Checkliste des BBK führt diese Dinge eigens auf.

Hausapotheke

Vorrat der persönlichen Medikamente für mindestens 10 Tage, mit der Arztpraxis abgesprochen. Dazu Verbandsmaterial, Schmerzmittel und Fieberthermometer.

Radio und Licht

Ein batteriebetriebenes Radio oder Kurbelradio für offizielle Informationen, dazu Taschenlampen und Ersatzbatterien.

Mehr zur Vorbereitung auf einen Stromausfall lesen Sie in unserem Ratgeber Stromausfall: Was tun?

Checkliste zum Ausdrucken

Drucken Sie die Liste mit „Checkliste drucken“ aus und haken Sie ab, was schon da ist. Die Mengen gelten pro Person für 10 Tage.

Wie gut ist Ihr Haushalt vorbereitet?

Der Vorsorge-Check zeigt in 3 Minuten, was bei Ihnen schon da ist. Im Notfallplan halten Sie fest, wer was übernimmt.

Häufige Fragen

Wie viel Wasser gehört in den Notvorrat?

Rechnen Sie mit 2 Litern pro Person und Tag, etwa 1,5 Liter zum Trinken und 0,5 Liter zum Kochen. Für 10 Tage sind das 20 Liter pro Person, für eine vierköpfige Familie 80 Liter. Haustiere brauchen zusätzlich Wasser.

Muss ich den Vorrat auf einmal kaufen?

Nein. Am einfachsten ist ein lebender Vorrat: Sie kaufen bei jedem Einkauf ein oder zwei haltbare Produkte mehr, verbrauchen die ältesten zuerst und füllen nach. So wächst der Vorrat in wenigen Wochen, ohne dass etwas verdirbt.

Reichen auch 3 Tage Vorrat?

Ein Vorrat für 3 Tage ist ein guter Start und hilft bei den meisten Störungen schon sehr. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) rät dazu, sich möglichst für 10 Tage selbst versorgen zu können. Sie können den Vorrat Schritt für Schritt erweitern.

Wo lagere ich den Notvorrat am besten?

Kühl, trocken und dunkel, zum Beispiel in einem Vorratsschrank, in der Speisekammer oder in einem trockenen Keller. Stellen Sie neue Ware nach hinten und ältere nach vorn. Wasser sollte nicht direkt neben Putzmitteln oder in praller Sonne stehen.

Was ist, wenn jemand in der Familie eine Allergie oder Diät hat?

Die Mengen sind nur ein Beispiel. Passen Sie den Vorrat an Allergien, Unverträglichkeiten, Babynahrung und besondere Ernährung an. Der Vorratskalkulator des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat auf ernaehrungsvorsorge.de hilft beim Ausrechnen.

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Quellen

Dieser Ratgeber dient zur Orientierung und ersetzt keine behördliche Beratung. Stand: September 2026.