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Haustiere

Notfallset für Hund und Katze

Was Ihr Tier im Ernstfall braucht

Bei Stromausfall, Unwetter oder Evakuierung ist Ihr Tier auf Sie angewiesen. Mit einer kleinen Tasche und etwas Planung sind Hund und Katze gut versorgt.

Stand September 20266 Min. Lesezeit

Hund und Katze liegen gemeinsam zu Hause

Die meisten Menschen denken bei der Vorsorge zuerst an Wasser, Essen und Taschenlampe für sich selbst. Das Tier kommt oft erst dann in den Sinn, wenn es schon eilt. Auch das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) führt den Futtervorrat für Haustiere in seiner Checkliste eigens auf.

Hier finden Sie Richtwerte für Wasser und Futter, eine Packliste und Tipps für den Fall, dass Sie mit Ihrem Tier das Haus verlassen müssen.

Warum ein eigenes Notfallset?

Bei einem längeren Stromausfall haben Zoohandlungen vielleicht geschlossen. Bei einer Evakuierung bleibt kaum Zeit, Impfpass und Medikamente zu suchen. Und wenn Sie selbst plötzlich ins Krankenhaus müssen, braucht jemand anderes schnell alle Infos.

Ein fertig gepacktes Set an einem festen Platz löst alle drei Situationen. Stellen Sie es neben Ihren eigenen Notfallrucksack.

Wasser und Futter für 10 Tage

Wasser für Hunde

Richtwert: etwa 50 bis 60 ml je Kilogramm Körpergewicht pro Tag. Bei Hitze, viel Bewegung oder Trockenfutter mehr.

GewichtPro TagFür 10 Tage
5 kg0,25 bis 0,3 l2,5 bis 3 l
10 kg0,5 bis 0,6 l5 bis 6 l
20 kg1 bis 1,2 l10 bis 12 l
30 kg1,5 bis 1,8 l15 bis 18 l

Wasser für Katzen

Richtwert: etwa 0,2 bis 0,3 Liter pro Tag, für 10 Tage also 2 bis 3 Liter. Mit Nassfutter nehmen Katzen einen Teil davon über das Futter auf.

Futter

Legen Sie Futter für mindestens 10 Tage zurück, und zwar das, was Ihr Tier kennt. Ein Futterwechsel in einer Stresssituation schlägt vielen Tieren auf den Magen. Lagern Sie es in einer dichten Box und tauschen Sie es regelmäßig aus, so wie beim Notvorrat für die Familie.

Gut zu wissen

Alle Mengen sind Richtwerte für gesunde, erwachsene Tiere. Welpen, ältere oder kranke Tiere brauchen oft andere Mengen. Fragen Sie Ihre Tierarztpraxis.

Was ins Notfallset gehört

Versorgung

  • Futter für 10 Tage in einer dichten Box
  • Wasser nach Richtwert
  • Faltnapf für Wasser und Futter
  • Leckerli zur Beruhigung

Gesundheit

  • Medikamente für mindestens 10 Tage
  • Kleine Erste-Hilfe-Tasche für Tiere
  • Zeckenzange und Verband
  • Liste mit Medikamenten und Dosierung

Papiere

  • Impfpass oder EU-Heimtierausweis
  • Chipnummer und Registrierung
  • Aktuelles Foto Ihres Tieres
  • Telefonnummer der Tierarztpraxis

Unterwegs

  • Transportbox, an die das Tier gewöhnt ist
  • Leine, Geschirr, Halsband mit Adresse
  • Leuchthalsband für Dunkelheit
  • Kotbeutel, bei Katzen Streu und kleine Schale

Wohlfühlen

  • Decke oder Kissen, das nach Zuhause riecht
  • Lieblingsspielzeug
  • Handtuch

Transportbox und Notunterkunft

Müssen Sie die Wohnung verlassen, nehmen viele Notunterkünfte Tiere nur in einer Transportbox auf, manche gar nicht. Klären Sie deshalb vorab:

  • Gibt es Verwandte oder Freunde, die Sie mit Tier aufnehmen würden?
  • Was sagt Ihre Stadt oder Gemeinde zu Tieren in Notunterkünften?
  • Passt die Box noch, und kann Ihr Tier darin stehen und sich drehen?

Tipp

Gewöhnen Sie Ihr Tier in ruhigen Zeiten an die Box. Lassen Sie sie offen im Wohnzimmer stehen, legen Sie eine vertraute Decke hinein und füttern Sie ab und zu darin. Dann ist sie im Ernstfall ein sicherer Ort und kein Stress.

Wenn Sie selbst nicht nach Hause kommen

Ein Unfall, ein Krankenhausaufenthalt, gesperrte Straßen: Manchmal kommen Sie nicht zu Ihrem Tier. Dann braucht es jemanden, der einspringt.

  • Bitten Sie eine Nachbarin, einen Nachbarn oder einen Tiersitter, im Notfall nach Ihrem Tier zu sehen.
  • Hinterlegen Sie einen Ersatzschlüssel und sagen Sie, wo das Notfallset steht.
  • Tragen Sie einen Zettel „Tier im Haushalt“ mit Kontaktnummer im Portemonnaie.
  • Schreiben Sie Fütterung, Medikamente und Eigenheiten kurz auf.

Das Tier im Notfallplan

Wer nimmt das Tier, wenn die Familie getrennt unterwegs ist, und wer holt die Box aus dem Keller? Solche Fragen klärt unser kostenloser Notfallplan: Er fragt auch nach Haustieren und schreibt die wichtigsten Punkte für Sie auf. Impfpass, Chipnummer und Tierarzt können Sie zusätzlich in der digitalen Notfallmappe hinterlegen.

Checkliste zum Ausdrucken

Mit „Checkliste drucken“ erhalten Sie die Liste als eigenes Blatt für die Notfalltasche Ihres Tieres.

Wie gut ist Ihr Haushalt vorbereitet?

Der Vorsorge-Check berücksichtigt auch Haustiere und zeigt in 3 Minuten, was noch fehlt.

Häufige Fragen

Wie viel Wasser braucht mein Hund im Notfall?

Als Richtwert gelten etwa 50 bis 60 ml je Kilogramm Körpergewicht pro Tag. Ein Hund mit 20 kg braucht also etwa 1 bis 1,2 Liter täglich, für 10 Tage 10 bis 12 Liter. Bei Hitze, Bewegung oder Trockenfutter braucht er mehr; fragen Sie im Zweifel Ihre Tierarztpraxis.

Und wie viel Wasser braucht eine Katze?

Eine Katze braucht als Richtwert etwa 0,2 bis 0,3 Liter pro Tag, für 10 Tage also 2 bis 3 Liter. Katzen, die Nassfutter bekommen, nehmen einen Teil der Flüssigkeit über das Futter auf.

Darf ich mein Tier in eine Notunterkunft mitnehmen?

Das ist unterschiedlich geregelt. Viele Notunterkünfte nehmen Tiere, wenn überhaupt, nur in einer Transportbox auf. Fragen Sie bei Ihrer Stadt oder Gemeinde nach und überlegen Sie vorab, ob Verwandte oder Freunde Sie mit Tier aufnehmen könnten.

Welche Papiere gehören ins Notfallset?

Der Impfpass oder EU-Heimtierausweis, die Chipnummer mit Nachweis der Registrierung, eine Liste der Medikamente und die Telefonnummer der Tierarztpraxis. Ein aktuelles Foto hilft, falls Ihr Tier entläuft. Eine Kopie legen Sie zusätzlich in Ihre Notfallmappe.

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Quellen

Die Wassermengen sind allgemeine Richtwerte und ersetzen keine tierärztliche Beratung. Stand: September 2026.